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Column Still

Kurz erklärt: Ein Column Still (Kolonnenbrennblase) trennt Alkohol und Nebenprodukte über mehrere Böden. Er arbeitet meist kontinuierlich und liefert tendenziell einen leichteren, saubereren Rum als ein Pot Still.

Kupferne Brennkolonnen in einer modernen Brennerei
Flasche des HSE Blanc 55
Beispiel: HSE Blanc 55

So funktioniert das: In der Kolonne liegen mehrere Böden (Platten) übereinander. Auf ihnen wird der Dampf Schritt für Schritt aufgetrennt. Das nennt man Rektifikation. Ein Vorteil ist, dass sich der Alkoholgehalt des Destillats genau steuern lässt: Je höher er liegt, desto leichter und neutraler wird der Rum. Meist läuft die Kolonne durchgehend, deshalb eignet sie sich für große Mengen. Es gibt aber auch Kolonnen im Chargenbetrieb, die vor allem kleinere Handwerksbrennereien nutzen.

Warum das wichtig ist: Das Verfahren prägt den Stil des Rums. Pot Stills lassen mehr Aromastoffe im Destillat, die Kolonne holt sie eher heraus. Welcher Stil besser ist, hängt davon ab, was du magst. Ein leichter Rum passt oft gut in Cocktails, ein schwerer Pot-Still-Rum eher pur.

Das probierst du bei mir: Im Shop siehst du bei jedem Rum im Feld "Destillationsstil", ob er aus dem Pot Still oder der Kolonne kommt. Beim Rhum Agricole der AOC Martinique schreibt die Spezifikation eine Kolonne vor (siehe Rhum Agricole).

Mein Tipp: Wenn du Rum bisher als „zu schwer“ empfunden hast, starte mit einem Rum aus der Kolonne. Mit Pot Still wird es dann spannender.

Weiterlesen: Pot Still, Rhum Agricole, Rhum Agricole & Martinique.